10. September 2026

Gemeinde Niederkrüchten unterzeichnet Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Niederkrüchten. Die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland steigt seit Jahren. Viele von ihnen werden zu Hause gepflegt. Für die Angehörigen, die sie unterstützen, bedeutet diese Pflegeleistung neben der psychischen Belastung auch einen enormen zeitlichen Aufwand. Mit der Zeit wird es immer schwieriger, die Pflege und den eigenen Beruf miteinander zu vereinbaren. Oft reduzieren Betroffene daher ihre Arbeitszeit oder scheiden, zumindest vorübergehend, gänzlich aus dem Erwerbsleben aus.

In Zeiten von Arbeitskräftemangel bedeutet dies auch für Arbeitgebende eine wachsende Herausforderung. Genau hier setzt das Landesprogramm Vereinbarkeit Beruf & Pflege an. Es stellt unterschiedliche Unterstützungsangebote zur Verfügung, die Unternehmen helfen, ihre Mitarbeitenden, die Pflegeverantwortung übernehmen, zu stärken. Diese sollen so ihre private Lebenssituation besser mit der beruflichen Tätigkeit in Einklang bringen können. Unternehmen binden so gleichzeitig ihr Personal und verhindern den Wegfall wertvoller Arbeitskräfte.

Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Niederkrüchten hatte den lokalen Unternehmen das Thema bereits vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Das Interesse seitens der Unternehmerinnen und Unternehmer war groß, sodass die Gemeinde am 6. November zu einer größeren Veranstaltung zum Thema in die Begegnungsstätte einlädt.

Die Gemeindeverwaltung selbst hat sich mit Blick auf ihre Mitarbeitenden ebenfalls dem Thema gewidmet. Bürgermeister Thomas Ricker unterschrieb nun die „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen“. Die Gemeinde verpflichtet sich damit, aktiv am Ziel mitzuwirken, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu gewährleisten. Die Verwaltung gibt damit an, das Thema bei der eignen Unternehmenskultur zu berücksichtigen, Führungskräfte zu sensibilisieren, den Dialog beispielsweise mit dem Personalrat, bestmöglich mit den Bedürfnissen Betroffener in Einklang zu bringen und den externen Dialog mit Akteuren im Themenbereich zu fördern.

„Pflege spielt in immer mehr Familien eine große Rolle. Der demografische Wandel bringt neben einer höheren Lebenserwartung auch einen immer weiter steigenden Pflegebedarf mit sich, der auch in unserer Belegschaft ein Thema ist. Wir wollen die Unternehmen in der Gemeinde dahingehend unterstützen. Mit Unterzeichnung der Charta wird nun sichtbar, dass wir auch selbst dieses wichtige Thema auf dem Schirm haben“, erklärt Bürgermeister Thomas Ricker die Motivation der Gemeinde.

Quelle: Gemeinde Niederkrüchten

Bürgermeister Thomas Ricker bei der Unterzeichnung | Foto: Gemeinde Niederkrüchten